Investment Platform Design / Feasibility 2026

330 synthetische Target-Retirement-ETFs.
Eine eigene UCITS-Infrastruktur.

Entscheidungsgrundlage für 66 Renteneintrittsjahrgänge × fünf Aktienexposure-Varianten (70%, 100%, 130%, 160%, 200%), synthetisch über Swaps, intern und KI-gestützt betrieben. Gegenüberstellung von Luxemburger SIAG, Luxemburger Chapter-15-ManCo, irischer SMIC und externer ManCo.

66 × 5 = 330 Subfonds / ISINs70: Aktien + Bonds | 100–200: nur Aktienrisiko1,3× / 1,6× / 2,0× täglicher ResetEU Mass RetailEigenes Seed-Kapital möglichStand 10.10.2026
Executive Summary

Die Architektur ist möglich. Die Mindestpersonenzahl ist nicht der Personalplan.

Neues Szenario: 330 eigenständige UCITS-ETFs in einem Umbrella, jeweils fünf Aktienexposures je Renteneintrittsjahrgang. Synthetische Aktienexposure über MSCI-World-basierte Swaps: nur die 70%-Variante hält zusätzlich ein duration-matched Bond-Exposure; 100/130/160/200% sind reine Aktien-Risikoprofile, mit täglichem Leverage-Reset. Interne Investment-, Risiko- und Fondsadministration. Drei lokale FTE sind unter diesen Annahmen kein realistischer Personalplan. Das frühere 66-ETF-Modell bleibt als Vergleich im Rechner verfügbar.

Eigenständige UCITS-Subfonds
330
66 Jahrgänge × 5 getrennte Equity-Exposure-Varianten
Kapital Self-Managed UCITS
300 T€
Getrennte Eigenmittel, kein Seed-Kapital [1, 2]
Luxemburg: harte lokale Untergrenze
3 FTE
CSSF 18/698; für SIAG und ManCo [3]
330-ETF-Modell: lokale Planungsannahme
12–20
Köpfe; keine verbindliche aufsichtsrechtliche Sollzahl

Geplante Struktur

Initiator / TechnologiegesellschaftIP, Glidepath-Methodik, Software; Vertrags- und Interessenkonflikte regeln
Self-Managed UCITS / SICAV oder ICAVEigene Leitung, Investment, Risk, Compliance, Fondsverwaltung; keine externe ManCo
2030 / 70%2030 / 100%2030 / 130%2030 / 160%2030 / 200%… × 66 Jahre

Jeder der 330 Subfonds hat ein separates Portfolio, eigene Bewertung und ETF-Anteile. Swaps, Gegenpartei-Exposures und Sicherheiten sind je Subfonds zu erfassen.

Vorläufige Empfehlung

Luxemburg SIAG als erste regulatorische Voranfrage

Für euer Inhouse-Modell: Nähe zur Schweiz, ausdrücklicher CSSF-Weg zur Eigenadministration, keine separate Managementgesellschaft.

Aber: Luxemburg meldet zum 30.06.2026 nur eine SIAG. Das ist ein Umsetzungsrisiko, kein Verbot. Eine Chapter-15-ManCo sollte parallel geprüft werden. [5]

Irland SMIC bleibt die ernsthafte ETF-Alternative. Die endgültige Entscheidung hängt von der akzeptierten Personal-/Kontrollorganisation ab, nicht nur von Standort oder Steuer.

Nicht vorausgesetzt: dass regulatorische Funktionen vollständig durch KI ersetzt werden können.

Vier rote Linien. Die Verwahrstelle muss unabhängig sein; die Jahresabschlussprüfung extern; verantwortliche Geschäftsführung und Kontrollen müssen aus realen Personen bestehen; jeder ETF braucht eine funktionsfähige Börsen-/AP-/Market-Making-Kette. „KI-inhouse“ ändert diese Anforderungen nicht.
Neu: realistische Minimalbesetzung. Der frühere Personalunion-Plan (LU: 8, IE: 7 Köpfe) ist als 66-ETF-Basisszenario weiterhin dokumentiert. Für 330 Swap-ETFs und eigene Administration sind 12–20 lokale FTE eine defensivere unbestätigte Planungsbandbreite; Risikomanagement, Collateral und NAV benötigen zusätzliche Kapazität.

Was die eigene Lizenz tatsächlich spart

Spart

Externe ManCo-Mindestgebühren, Marge des Plattformanbieters und potenziell die Gebühren eines ausgelagerten Administrators.

Bleibt

330 ISINs, NAVs und Portfolios, Börsenkosten, unabhängige Verwahrung/Audit, lokale Geschäftsführung, Reporting, AP-/Market-Making-Kosten.

Entsteht neu

Eigene qualifizierte Swap-, Collateral-, Risk- und NAV-Teams, unabhängige Modellvalidierung, Betriebssicherheit, Maker-Checker-Prinzip, Audit-Trails und laufende Aufsicht.

Rechtliche Entscheidungsstruktur

Vier Modelle – gleicher UCITS-Retail-Zugang, andere Verantwortung

KriteriumLU Self-Managed (SIAG)LU eigene Chapter-15-ManCoIE Self-Managed (SMIC/ICAV)Externe ManCo
Regulierte Management-EbeneIm FondsvehikelSeparate ManagementgesellschaftIm FondsvehikelBeim Drittanbieter
Regulatorisches Mindestkapital300.000 €125.000 € zzgl. weiterer Eigenmittelregeln300.000 €Keine eigene ManCo-Kapitaluntergrenze; Fondsvorgaben bleiben
Ausgangsregel Personal3 FTE am LU-Hauptsitz; 2 Conducting Officers3 FTE am LU-Hauptsitz; 2 Conducting OfficersCBI erwartet ab 3 qualifizierte FTE; lokaler Board-/Designated-Person-RahmenAnbieter stellt regulierte Substanz
330 Subfonds (66 × 5)JaJaJaJa, falls Plattform akzeptiert
Eigene NAV-FondsadministrationExpliziter CSSF-GenehmigungswegExpliziter CSSF-GenehmigungswegEinzelfallprüfung mit CBI; nicht als automatisch zulässig unterstellenVom Anbieter abhängig
Drittfonds als ManCo verwaltenNeinJa, im LizenzrahmenNeinJa, durch Anbieter
Langfristige UnabhängigkeitHochHochHochBegrenzt durch Vertrag
Regulatorischer UmsetzungsaufwandHoch; sehr seltene StrukturHoch; etablierte StrukturHoch; ETF-Ökosystem starkGeringer für Initiator
Prüfvariante A

Luxemburg SIAG

Ein Rechtsträger für Fonds und Managementverantwortung; euer Inhouse-Ziel lässt sich hier gut strukturieren. Nachteil ist geringe praktische Verbreitung, dadurch potenziell anspruchsvollere Zulassung.

CSSF Circular 18/698 gilt ausdrücklich auch für SIAG. [3]

Prüfvariante B

Luxemburg ManCo

Separater regulierter Dienstleister innerhalb eurer Gruppe. Etwas mehr Unternehmensstruktur, aber im Luxemburger Markt der etabliertere Pfad. Interessant bei künftig weiteren Fondsfamilien.

Kapital + organisatorische Anforderungen der CSSF. [6]

Prüfvariante C

Irland SMIC

Keine separate ManCo, starker lokaler ETF-Markt. Nachteile für euch: Geografische Distanz und vorab zu klärende interne Administration mit entsprechendem Personal.

CBI CP86 und einschlägige SMIC-Regeln. [4, 7]

Wichtige Begriffstrennung: Eine selbstverwaltete UCITS-ICAV/SICAV besitzt keine freie Erlaubnis, Anlegervermögen ausserhalb ihrer eigenen UCITS-Fonds zu verwalten. Auch ist das eigene Management nicht automatisch identisch mit einer allgemeinen MiFID-Lizenz.
Produktdesign / 66 × 5 = 330

Swap-basierte ETFs: Was bleibt, was wird schwieriger?

Fünf Aktienexposures je Jahrgang. Nur der 70%-ETF hat ergänzend Duration-matched Bond-Exposure (hier zunächst 30%). Ab 100% besteht das wirtschaftliche Exposure ausschliesslich aus Weltaktien; 130/160/200% werden als tägliches 1,3×/1,6×/2,0×-Exposure synthetisch dargestellt. Die Abbildung verlagert den Kontrollaufwand auf Swap-Bewertung, Derivate-Exposure, Gegenparteien, Sicherheiten und ETF-Market-Making. Diese Produkte sind nicht als fünf normale Anteilsklassen eines Subfonds zusammenlegbar.

Jahrgänge
66
Individuelle Duration- und Payout-Profile
Aktien-Exposure-Stufen
5
70 / 100 / 130 / 160 / 200% NAV
Separat bewertete Fonds
330
Keine Leverage-Anteilsklassen
Xetra p. a. (Standard)
165 T€
330 × 500 € bis 50 Mio. € NAV je ISIN [10]

Beispiel: Jahrgang 2055

SubfondsAktien-ExposureBond-Exposure
Retirement 2055 / 7070% MSCI World30% Global Bonds (Duration-Matching)
Retirement 2055 / 100100% MSCI World (1,0×)0%
Retirement 2055 / 130130% MSCI World (1,3× täglich)0%
Retirement 2055 / 160160% MSCI World (1,6× täglich)0%
Retirement 2055 / 200200% MSCI World (2,0× täglich)0%

Präzisierung: Die ausgewiesenen Aktienquoten sind ökonomisches Marktexposure, nicht zwingend die tatsächlich im Fondsdepot gehaltenen Aktiva. Ein vollständig finanzierter Swap-ETF kann einen Ersatzkorb aus zulässigen Wertpapieren oder Sicherheiten besitzen. Bei 130/160/200% ist der tägliche Reset festgelegt; Finanzierungskosten, Swap-Besicherung und Sicherheiten bleiben zu definieren.

Regulatorische Prüfpunkte

  • Leverage: Commitment oder VaR und prospektierte tägliche Reset-Methode sind getrennt zu prüfen. Bei 130/160/200% gibt es kein zusätzliches Bond-Marktexposure; Sicherheiten, Funding und UCITS-Gesamtrisiko bleiben relevant. [21, 22]
  • OTC-Gegenpartei: 10% Nettoexposure bei qualifizierten Kreditinstituten, sonst 5%; Sicherheiten und Bewertungs- und Margin-Prozesse separat je Fonds. [23]
  • Leverage-Anteilsklassen: Abweichende systematische Leverage-Overlays sind grundsätzlich keine gewöhnlichen Anteilsklassen desselben UCITS. [24]
  • MSCI-Lizenz: Referenzierung über Swaps macht die Nutzung nicht lizenzfrei; wer welche Lizenz zahlen muss, hängt vom Vertragsmodell ab. [25]
  • Reporting: Total-Return-Swap-Angaben nach SFTR in Jahres- und Halbjahresbericht. [26]
Zusätzliche Themen-ETFs: Die Lizenzkategorie muss dadurch nicht zwingend wechseln. Aber jede neue eigenständige Strategie erweitert Fondsanzahl, Index-/Swap-Abdeckung, Zielmarktprüfung und Fondsbetrieb. Zusätzliche Themes nicht automatisch 66-mal multiplizieren, sondern konkrete Kombinationen je geplanten ISINs budgetieren.
Altersvorsorge & Leverage: Langfristige 130–200%-Strategien brauchen ein spezifisches Konzept für Pfadabhängigkeit, Finanzierungskosten, Volatilitäts- und Sequenzrisiko sowie Payouts nach Renteneintritt. Bei täglichem Reset ist die Mehrjahresrendite nicht einfach 2 × die Mehrjahresrendite des MSCI World. Beispiel bei +10% und danach −10% im Index: Index −1,0%; täglich 2× gehebelt −4,0% (vor Kosten). [27, 30]
Wichtige Produktlogik: Wenn die 100-/130-/160-/200%-Varianten über alle 66 Jahrgänge dauerhaft denselben MSCI-World-basierten Swap mit identischem Reset halten, sind die Markt-Renditepfade innerhalb jeder Hebelstufe vor Kosten und Ausschüttungen identisch. Die Jahrgänge benötigen daher eine explizite wirtschaftliche Unterscheidung (etwa eigene Ausschüttungs-, Entnahme- oder spätere De-Risking-Regeln). Ihr könnt weiterhin 330 eigenständige ISINs vorsehen; die Jahrgangslogik muss aber nachvollziehbar sein.
Vorbild aus 2026: DWS und Scalable Capital haben im August 2026 den synthetischen Scalable MSCI AC World Leveraged Daily Swap Xtrackers UCITS ETF mit 2× täglichem Aktienexposure lanciert. Damit ist die Grundkonstruktion am europäischen UCITS-Markt belegt – nicht automatisch die Zulässigkeit jeder individuellen Fondsvariante. [31]

Zielorganisation und technische Komponenten

ProzessIntern zu entwickeln / verantwortenMehrbedarf vs. 66 physische Fonds
Swap Execution & FundingISDA-Rahmen, Zuordnung je Subfonds, Reset/Kosten/Corporate Events, unabhängige KursprüfungEigene Derivate-/Investment-Ops-Kapazität
OTC Counterparty RiskLimits, CVA-/Exposure-Monitoring, Stresstests, KonzentrationenUnabhängiges Risk-Team, nicht Investmententscheidende
Collateral & MarginCollateral Eligibility, Haircuts, Margin Calls, Reconciliation, Disputes, Subfonds-TrennungOperative Kapazität + unabhängige Kontrolle
Valuation / Fund Accounting330 NAVs, Swap-Mark-to-Market, tägliche Zweitpreise, Sicherheitenbuchungen, AusschüttungenMindestens stärkere NAV-/Kontroll- und Automationskapazität
ModellvalidierungIndexmethodik, Jahrgangs-Ausschüttungsregeln, Bond-Duration nur für die 70er-Versionen und täglicher Leverage-Reset transparent und reproduzierbarUnabhängige Modellfreigabe, Versionskontrolle, Backtests
Index & DatenMSCI-World-Derivate-Lizenz für alle 330; Bond-Indizes / synthetische Duration-Legs ausschliesslich für die 66 Fonds der 70%-StufeIndexberechtigungen, Benchmark-Eignung, Daten-Lizenzen

Personal: realistische Planungsbandbreite für den Vollbetrieb

Für 330 aktive Swap-ETFs mit selbstbetriebener Administration, davon 264 ohne Bond-Exposure, setze ich vorläufig 12–20 qualifizierte lokale FTE in Luxemburg oder Irland an, dazu 4–7 interne Engineering-/Data-/SRE-FTE (die je nach genehmigter Organisationsstruktur auch ausserhalb des Fondsdomizils arbeiten können). Das sind keine gesetzlichen Mindestzahlen und keine Zusage zur Zulassung.

AufgabenclusterIllustrativer Personenbedarf lokalPersonalunion / Grenze
Geschäftsführung / Portfolio & Distribution2–3Leitung und PM/Vertrieb teils kombinierbar; zwei geeignete Führungspersonen nötig
Unabhängiges Investment- und OTC-Risk2–3Nicht zusammen mit eigenem risikobegründenden PM; umfasst Derivate-/Counterparty-Risk
Compliance, AML, Regulatory1–2Personalunion teilweise möglich, solange unabhängige Kontrollen und Kapazität gesichert sind
Swap-/Collateral-/Trade-Operations2–4Trading und unabhängige Abstimmung/Freigabe getrennt
NAV, Fund Accounting, Valuation3–5Maker/Checker, unabhängige Preise; tägliche Kontrolle aller 330 Bücher
Interne Revision und IT-Governance1–2Interne Revision unabhängig von den selbst betriebenen Prozessen

Die Aufgabencluster überlappen sich im Lean-Modell; Einzelbandbreiten dürfen nicht einfach addiert werden. Für die tatsächliche Zulassung ist ein namentlicher Rollen-/Vertretungsplan mit Zeitbudgets, Unabhängigkeit und Substanzstandort nötig.

Xetra: Kapitalkonsequenz

Grundsätzlich müssen 10.000 ETF-Anteile ausgegeben und verbucht sein, bevor sie zugelassen werden. Die Börse nennt eine begründete Abweichung bis auf 1.000 Anteile als akzeptabel. [28]

330 ETFs × 10.000 Anteile × 10 € Startpreis = 33 Mio. € initial ausgegebene Anteile. Bei einer akzeptierten 1.000-Anteile-Ausnahme wären es 3,3 Mio. €, jedoch ohne Zusage und ungeachtet kommerzieller Mindestgrössen.

Irische Zulassungsgebühren

Die CBI nennt für bei der erstmaligen Umbrella-Zulassung gemeinsam eingereichte Subfonds eine Deckelung der einmaligen Additional Supervisory Levy bei 23.000 € ab zehn Subfonds. Später genehmigte Subfonds: 2.000 € je Subfonds. Ob eine 330-Subfonds-Sammelanmeldung praktikabel ist, ist offen. [29]

Damit sollte man nicht pauschal 330 × 2.000 € als sichere irische Erstzulassungsgebühr ausweisen.

Organisation und Menschen

Wie viele Mitarbeiter braucht ihr wirklich vor Ort?

Die gesetzliche Mindestzahl beantwortet nicht, wie ihr 66 Fonds samt NAV, Trading, Risk, Compliance und automatisierten Systemen nachhaltig betreibt. Die folgenden Zahlen sind Personal-Budgets für den Vollausbau, keine amtlichen Sollzahlen.

3FTE

Luxemburg: Untergrenze

Mindestens drei Vollzeitpersonen am Hauptsitz. Darin können die zwei Conducting Officers enthalten sein.

CSSF-Vorgabe

CSSF 18/698 Nr. 78–85 und 123. Mehr Personal je nach Geschäftskomplexität. [3]

3FTE

Irland: Aufsichtserwartung

CBI erwartet mindestens drei qualifizierte FTE für die kleinsten/einfachsten FMCs – nicht pauschal drei Vollzeitangestellte im irischen Büro.

CBI-Erwartung

Hinzu kommen besondere Anforderungen an irisch ansässige Directors, Designated Persons und tatsächliche Steuerung. [4, 8]

10Köpfe

Luxemburg: Inhouse-Plan

Konservativer Vollausbau-Plan bei eigener Fondsadministration, 66 NAVs und internem Investment Management; im neuen Minimalteam-Tab steht die schlankere Startorganisation.

Modellannahme

Vollausbau-Szenario: 9–14 Personen vor Ort. Für eine schlanke Startorganisation siehe den neuen Tab „Minimalteam & Personalunion“.

Konkreter Stellenplan am Luxemburger Standort (Vollausbau)

FunktionKöpfeNotwendige RolleKI-Unterstützung
Geschäftsleitung / Conducting OfficersCEO / COO; produkt-, aufsichts- und organisationsverantwortlich2Regulierte Leitung, verantwortliche EntscheidungenManagement-Informationen, Kontrollberichte
Independent Investment Risk1Limits, Stresstests, tägliche Ausnahmen; getrennt von PMAlerts, Limitmotor, Stresstest-Berechnung
Compliance / AML1Regulatory Compliance, AML/CFT, Konflikte, VertriebRegulatory Watch, Dokumentvorbereitung
Fondsbuchhaltung und NAV266 Bücher, Bewertungen, Gebühren, NAV-KontrollenAutomatisches Ledger, Abgleich, Reconciliation
Investment Operations1Trading-Überwachung, Cash, Settlement, AP-CreationsWorkflow, Corporate Actions, Exceptions
Investment/Trading Lead1Glidepath-Freigaben, Orderfreigabe, AusführungsqualitätPortfolio- und Order-Engine
Regulatory & Financial Reporting1KIDs, periodische Meldungen, AbschlussunterlagenDrafts, Datenaggregation, Validierung
IT Risk / Platform Operations1DORA, Security, Change Control, Business ContinuityMonitoring, Testautomatisierung
Summe lokale Stellen10Keine Kapazitätsgarantie; Zweitbesetzung, Urlaub und Vertretung in Detailplanung prüfen.
Wichtig: Zwei NAV-Mitarbeiter für 66 Subfonds sind eine ehrgeizige Automatisierungsannahme. Wenn die Prozesse weniger robust sind, entstehen hier schnell weitere 2–4 Positionen. Auch Second-Line-Unabhängigkeit, Notfallvertretung und die interne Revision müssen sauber getrennt sein.
Historisches Basismodell: 66 ETF ohne vollständige 330-Swap-Produktmatrix

Wie wenige Menschen reichen tatsächlich – und welche Doppelrollen sind zulässig?

Vorsicht: Der folgende detaillierte Rollenplan gilt als Kosten-/Substanz-Benchmark für 66 einfachere ETFs, nicht als Empfehlung für den neuen 330-Swap-Vollbetrieb. Für 330 siehe den Tab „Swaps & Leverage“.
Modell: 66 ISINs, gleicher regelbasierter Equity-/Bond-Glidepath mit jahrgangsspezifischer Duration und Ausschüttungsphase, interne Investment-Steuerung, interne NAV-/Fondsbuchhaltung, gemeinsames Kontrollsystem. Das Anlagekonzept ist vergleichsweise einfach, der operative Umfang von 66 Fonds bleibt real.

Luxemburg · aufsichtsrechtliche Untergrenze
3 FTE
Am Hauptsitz LU, inklusive mindestens zwei Conducting Officers möglich. [3]
Irland · allgemeine Mindest-Erwartung
3 FTE
Für kleinste/einfachste FMCs, keine pauschale gesetzliche Büropräsenzregel. [16]
LU · schlanke 66-ETF-Inhouse-Planung
7–9
Köpfe lokal (Planungswert 8), zusätzlich zentrale Entwickler und Board-Mandate.
IE · schlanke 66-ETF-Inhouse-Planung
6–9
Köpfe lokal (Planungswert 7), zusätzlich Board-Mandate. CBI muss Ressourcenplan bestätigen.
Weder 3 FTE in LU noch 3 FTE in IE sind ein belastbares Betriebsmodell für 66 intern administrierte ETFs. Drei sind Mindest- bzw. Aufsichtsschwellen für die regulierte Substanz, nicht automatisch die Personalmenge für tägliche Buchhaltung, NAV-Freigaben, Handel, Cashflows, Risikolimits und Ausfälle. Die Zahlen 7–9 / 6–9 sind unsere unbestätigte Minimalplanung, keine amtlichen Vorgaben.

Personen statt Stellenbezeichnungen: Auswahl nach Standort

Person / BeschäftigungRollen in PersonalunionPhysischer StandortUnabhängigkeit / Grenzen

Die aufgeführten Personen sind konkret budgetierbare Rollenprofile, kein genehmigter Organigramm-Vorschlag. Besonders die Anzahl lokaler NAV-Kräfte, Auditor-Unabhängigkeit und die FTE-Rechnung sind mit CSSF/CBI im Vorantragsgespräch zu vereinbaren. Lokale Directors können zum Teil mit operativen Mitarbeitern identisch sein.

Welche Funktionen dürfen von derselben Person ausgeführt werden?

PersonalunionLuxemburg (SIAG/ManCo)Irland (SMIC)Bewertung für eure Struktur
Geschäftsleiter + Board DirectorGrundsätzlich möglichMöglichKeine zusätzliche Vollzeitstelle nur wegen Board-Sitz. Fit-&-Proper, ausreichende Zeit und ggf. unabhängige Directors bleiben nötig.
Designated Person + DirectorNicht anwendbar in irischer CP86-TerminologieMöglichIn Irland getrennte Mandats-/Rollenbestellung und realistische Zeitbudgets.
Investmentsteuerung + Investment-RisikokontrolleNeinNeinZwei getrennte Verantwortliche; auch bei einfachen ETFs und algorithmischer Steuerung.
Investmentsteuerung + Operational-Risk-ManagementKonflikt – trennenNein für dieselbe DPDie Person, die Orders verantwortet, kann nicht gleichzeitig ihre unabhängige Risikokontrolle verantworten.
Fund Risk + Operational RiskGrundsätzlich prüfbarJa, gleiche DP möglichSehr sinnvolle Doppelfunktion für eine simple Multi-Asset-Strategie; nicht als zusätzliche Person rechnen.
Compliance + AML/CFTMöglich, Qualifikation/Bestellung prüfenRegelmässig prüfbarEine Person kann mehrere Kontroll-/AML-Rollen übernehmen, aber gesetzliche Verantwortungsträger sind getrennt zu dokumentieren.
Compliance + RisikomanagementNicht in eine Person zusammenlegenNur bei tragfähiger FunktionstrennungFür dieses Mandat in beiden Ländern getrennt budgetieren; LU-CSSF-Zulassungshinweise verlangen getrennte Verantwortliche.
Investmentsteuerung + DistributionUnter BedingungenCP86-Kombination grundsätzlich möglichBei passivem ETF-Vertrieb über Broker überschaubares Mandat; Marketing-Freigaben separat kontrollieren.
Fund Accounting + regulatorisches ReportingMöglichMöglichGleiche Daten und Systemplattform, aber unabhängige Kontroll- und Abzeichnungswege für NAV/Disclosure.
Ordererstellung + Trade-Reconciliation / Order-FreigabeNicht bei derselben TransaktionNicht bei derselben TransaktionTechnische Automatisierung möglich; Maker/Checker und Ausnahmen müssen voneinander unabhängig bleiben.
Interne Revision + Compliance/Risk oder eigenes TagesgeschäftNeinNein im eigenen PrüfungsbereichUnabhängige dritte Verteidigungslinie. Falls wirklich nichts ausgelagert wird: separate Person/Konzernrevision, nicht Selbstprüfung.
IT-Entwicklung + finale Abnahme eigener ModelleNicht ohne unabhängige PrüfungNicht ohne unabhängige PrüfungEntwickler dürfen die Engine bauen; Risk/Operations verantworten separate Validierung, Kontrollfreigaben und Change-Prozess.
Rechtsgrundlage: CSSF 18/698 Nr. 95–97, 123–132 und CSSF Chapter-15-Zulassungshinweise; Irland CP86 sowie S.I. 230/2019. Ein grösserer Aufgabenumfang oder Interessenkonflikte können sonst zulässige Personalunionen ausschliessen. [3, 8, 14, 15, 17]

Board ist keine zusätzliche Vollzeit-Belegschaft

Luxemburg: Die zwei Conducting Officers können zugleich Mitglieder der zuständigen Organe sein, sofern Funktionstrennung, Eignung und ausreichende Zeit gesichert sind. Weitere Aufsichtsgremienmitglieder kosten Mandatshonorare, nicht automatisch 1,0 FTE.

Irland: Mindestens zwei in Irland ansässige Directors; bei höherer PRISM-Einstufung können strengere Vorgaben gelten. Lean-Beispiel: I1 und I2 zugleich Directors, dazu ein dritter unabhängiger Organisational-Effectiveness-Director als Teilzeit-Mandat. Ein Teil der Board-Rollen kann mit den lokalen Designated Persons zusammenfallen; ein unabhängiger Director ist nicht automatisch ein zusätzliches Vollzeitgehalt. [17, 18]

Was trotz Doppelrollen zusätzlich budgetiert werden muss

Unabhängige Verwahrstelle, externer gesetzlicher Abschlussprüfer, Börsen-, Clearing-, Settlement-, AP-/Market-Making-Infrastruktur. Zudem 2–3 interne Engineering-FTE (z. B. in Zürich) und bei einer strikten Inhouse-Strategie eine unabhängige interne Revision mit dokumentierter Kapazität und Vertretung.

Nicht jede externe Vertragspartei ist eine delegierte ManCo- oder Portfoliofunktion: Depositary/Auditor sind gesetzlich unabhängig; AP/Market Maker sind notwendige Marktrollen.

Arbeitsannahme für die Kostenrechnung: Für eine erste vollständige 66-ETF-Produktfamilie mit eigener NAV-Produktion, einer einfachen Aktien-/Bond-Engine und praktisch keiner bewussten Auslagerung würde ich 8 FTE in Luxemburg oder 7 FTE in Irland als sehr ambitioniertes, aber diskutierbares Lean-Ziel budgetieren – plus 2–3 Ingenieure ausserhalb des Fondsdomizils, unabhängige Board-Mandate und zwingende Drittparteien. Ob die Aufsicht das akzeptiert, ist offen; ein belastbares Minimum steht erst nach einer Vorprüfung mit CSSF bzw. CBI fest.
Own the operating stack

Was ihr selbst aufbauen müsst – und was nicht

Selbstbetrieb ist für Investmentsteuerung und Fondsadministration weitgehend denkbar. Die Aufsicht beurteilt nicht nur, ob Software „funktioniert“, sondern auch Verantwortlichkeiten, Zuverlässigkeit, Datenherkunft, Kontrolltrennung, IT-Risiken und Vertretbarkeit bei Ausfällen.

Investmentstrategie: 70% Multi-Asset, ab 100% synthetisch nur Aktien + Auszahlungen

AktienGlobale Aktienexposure

Eigener diversifizierter Aktienkorb (physische Replikation / Sampling), mehrere UCITS-Bausteine oder ein zulässiges Derivatekonzept mit einer Investmentbank; Benchmark-/Datenlizenz und Indexnutzung getrennt prüfen.

AnleihenDuration Matching

Duration-matched globales Bond-Portfolio ausschliesslich bei den 70%-Varianten. Laufzeit-, Währungs-, Zinskurven- und Liquiditätsrisiken sowie Rebalancing werden für diese 66 Fonds modelliert; bei 100/130/160/200% besteht kein Bond-Marktexposure.

Retirement IncomeAusschüttungen nach Renteneintritt

Fondsinterne Ausschüttungspolitik pro Jahrgang, Ausschüttungsfrequenz, ggf. Kapitalverzehr und Payout-Stresstests dokumentieren. Bei 100%-plus-Varianten ohne Bond-Exposure können Ausschüttungen einen Verkauf von Aktienexposure und ausgeprägtes Sequenzrisiko erfordern.

Wesentliche UCITS-Hürde: Ihr könnt einen 60–90%igen Aktienanteil nicht ohne Weiteres in einen einzigen anderen Welt-ETF investieren. Art. 55 UCITS begrenzt den Anteil eines einzelnen Zielfonds grundsätzlich auf 10%; die Mitgliedstaaten können bis 20% zulassen (Irland: 20%). Deshalb sind direkte Aktienreplikation, mehrere passende Zielfonds oder zulässige Indexderivate echte Architekturentscheidungen. Ein 1-ETF-plus-1-Bond-ETF-Modell wäre in dieser Form im Regelfall unzulässig. [19, 20]
Leverage: UCITS-Leverage ist nicht frei wählbar. Derivate-Global-Exposure und Gegenparteirisiken sind zu begrenzen und zu überwachen (Commitment-Methode oder gegebenenfalls VaR). Leveraged ETF-Anteile unterliegen zusätzlich den Fonds-in-Fonds-Limiten und können täglich zurücksetzende Pfadeffekte haben. Für ein Target-Retirement-Produkt erhöht dies die Risk-/Disclosure-Arbeit und möglicherweise den Personalbedarf. [21]
CapabilityBetriebsmodellErforderlicher AufbauAutomatisierung / KI
Glidepath & Portfolio EngineInhouse66 Zielallokationen, versionierte Regeln, Backtests, Rebalancing-Trigger, BenchmarksDeterministisch; KI für Research und Ausnahmen
Trading & Order ManagementInhouse + BrokerOMS/EMS, Pre-Trade-Checks, Freigaben, Best Execution, Broker-ConnectivityAutomatisierte Vorschläge, kontrollierte Orderausführung
Investment RiskInhouseUnabhängiger Kontrollstrang, UCITS-Limits, Liquidity & Stress TestingRegel-Engine, Abweichungserkennung, Audit-Trail
Fund Accounting / NAVGenehmigung erforderlich66 Bücher, Positionen, Preissourcing, Corporate Actions, Fees, FX, Maker-CheckerHohe Automatisierbarkeit; unabhängige Freigaben nötig
Registrar / Transfer AgencyGenehmigung / Setup prüfenAP-Creation/Redemption, Share Register, Cash/Positionsabgleich, AML-SchnittstellenElektronische Workflows; Depot-/CSD-Schnittstellen
Regulatory Reporting & KI(D)Inhouse möglichRegulatorische Datentabellen, Prüfregeln, KID/Prospectus-Daten, FilingsKI für Vorlagen; deterministische Zahlenvalidierung
ICT / DORA / CybersecurityInhouse verantwortlichAsset Register, Incident Response, BCP/DR, Access Governance, Vendor ControlsMonitoring, Threat Detection, evidenzfähige Logs
Independent DepositaryExtern zwingendAuswahl, Vertrag, tägliche Schnittstellen, Oversight und KostenNur Datenintegration/Abgleich selbst
Statutory AuditExtern zwingendJahresabschlussprüfung und PrüfungsnachweiseAudit-Ready Daten und Prüfpfade
Market Making / AP / ListingExterne MarktparteienAP- und Market-Maker-Verträge, PCF/Basket Files, Listing, iNAVBasket/iNAV-Publishing und Monitoring selbst

Technische Kontrollarchitektur

Market Data + Positions + Fund Accounting LedgerExplizite Datenquellen und Preis-Hierarchien
Investment EngineGlidepaths, Orders, Trading
Unabhängige Risk EngineLimits, Stresstests, Escalation
Maker-Checker, NAV-Freigabe, Audit-TrailReproduzierbarkeit, Rollenrechte, Freigaben
Depositary · AP/MM · Börse · AnlegerinformationenUnabhängige Gegenparteien und kontrollierte Schnittstellen

KI-Governance: konkrete Mindestprinzipien

  • Kein LLM als alleiniger Preis- oder NAV-Rechner. Kritische Berechnungen deterministisch, testbar und reproduzierbar.
  • Strikte Trennung zwischen Portfolio-Management-Entscheidung und unabhängiger Kontrolle.
  • Vier-Augen-Prinzip für Bewertungs-Overrides, Limitverletzungen, ausserordentliche Orders und Veröffentlichungen.
  • Modellrisiko-Inventar inklusive Versionen, Evaluierungen, Freigaben, Datenherkunft, Drift-Monitoring.
  • Ausfallmodus bei fehlenden Daten oder KI-Ausfall: Trading-Stopp/Eskalation statt stilles Weiterlaufen.
  • Outsourcing- und DORA-Kontrolle auch bei Cloud-, Daten- und KI-Drittanbietern; Inhouse-Software macht Cloud-Nutzung nicht automatisch „nicht ausgelagert“.
Regulatorischer Knackpunkt: Luxemburg erlaubt laut CSSF den vollständigen oder teilweisen internen Betrieb der Fondsadministration, verlangt dafür aber eine gesonderte vorherige CSSF-Genehmigung und angemessene Ressourcen. [9]
Finanzplanung / konfigurierbar

Interaktiver Betriebs- und Seed-Rechner

Die Zahlen sind transparente Modellparameter – nicht als marktverifizierte Offerten zu verstehen. Das Tool berücksichtigt standardmässig 330 synthetische ETFs (oder als Vergleich 66), lokale Vollkosten, das interne Engineering-Team und externe Restkosten. Eigenmittel, Seed und Betriebskosten werden getrennt gezeigt. Für die vollständige aufgeschlüsselte Minimalrechnung mit offizieller Aufsichtsabgabe 2026 bitte Tab 08 nutzen. Die beiden Rechner verwenden unterschiedliche eigenständige Annahmensätze.

Einstellungen

Keine behördliche Anerkennung dieser Stellenpläne. Fixkosten/ETF-Grenzkosten bleiben veränderbare Annahmen.
330 = 66 Jahrgänge × 5 Aktienexposures. Für früheres Modell 66 eingeben.
Mit der ausgegebenen Stückzahl bestimmt dies das für die Börsenzulassung zunächst nötige Fondsvolumen je ISIN.
Nicht als UCITS-konformer Leverage-Nachweis zu verstehen.
Unverbindliche Modellannahme; Mindestgebühren bitte separat in ETF-Restkosten erfassen.

Berechnung in Euro. Keine Mehrwertsteuer-, Steuer- oder einmalige AP-Basket-Deposits enthalten.

Ergebnisse

Jährlicher operativer Aufwand—
Seed-Kapital (Anlagevermögen)—
Separates regulatorisches Kapital—
Jährliche Finanzierungslücke: —Unterstellt, dass die vollständigen TER-Einnahmen zur Kostenfinanzierung verfügbar sind; vereinfachter Näherungswert.

Zusammensetzung der Jahreskosten

Lokales Team Engineering Fixkosten inkl. Aufsicht Pro ETF Börse
Lokale Mitarbeiter
Internes Engineering-Team
Zentrale Sachkosten
ETF-spezifische Restkosten
Xetra jährlich (500 € / ISIN)
Aufsichtsabgabe 2026 (LU CSSF / IE CBI)
Jahreskosten
Swap-Kosten: Notional × bps (illustrativ)
Regelfall: Seedvolumen gemäss Anteilzahl / Kurs
Wirksames Seedvolumen nach grösserer Vorgabe
Einmalige Xetra-Zulassung + Einführung—
Startliquidität inkl. Seed, Eigenmittel, Setup und Jahr-1-Defizit—
Break-even AuM bei eingestellter TER—

Startliquidität ist eine Brutto-Finanzierungsindikatorzahl, kein Verlust: Seed bleibt Anlagevermögen; Eigenmittel bleiben getrennt gebunden. Transaktionskosten, Steuern, Reserven und Erträge aus Seed-Marktentwicklung sind nicht modelliert.

Die eigentliche Fixkostenfalle: Ein eigener Inhouse-Betrieb mit zehn qualifizierten lokalen Personen ist möglicherweise teurer als eine externe ManCo, solange das verwaltete Gesamtvermögen klein ist. Der wirtschaftliche Vorteil kommt erst bei Skalierung und wenn die interne Administration tatsächlich externe Dienstleistergebühren ersetzt.

Keine doppelte Kapitalverwendung

Die 300.000 € Self-Managed-Eigenmittel müssen getrennt vom UCITS-Portfoliovermögen geführt werden. Das ergibt sich aus der ESMA-Q&A vom 18.06.2024. [2]

Auch eine eigene ManCo benötigt Kapital und ausreichende Eigenmittel; die 125.000 € sind nur die Ausgangsanforderung.

Börsenkosten sind pro ISIN konkret

Xetra-Standardtarif: 3.000 € Zulassung + 500 € Einführung je ETF; anschliessend 500 € p. a. bei NAV bis 50 Mio. €. [10]

Bei allen 330 ETFs gleichzeitig entspricht dies 1.155.000 € einmalig und 165.000 € jährlich – vor möglichen ausgehandelten Nachlässen.

Detailed financial model · 330 synthetische UCITS-ETFs

Detailbudget: Luxemburg SIAG vs. Irland Self-Managed ICAV

Direkter Vergleich des vorher besprochenen absoluten Zielbudgets, jetzt auf beide Länder übertragen: 330 eigenständige Swap-ETFs, ein Umbrella, eine Börse (Xetra), eigene NAV-/Risk-/Portfolio-Software, kein eingekauftes IT-Entwicklungsteam und 7 bezahlte lokale Köpfe als extrem ambitionierte Minimalannahme. Sämtliche Schätzwerte sind editierbar. Echte Markt-Offerten fehlen.

Keine regulatorisch bestätigte Mindestbesetzung: Die 7 Köpfe je Standort sind das untere Budgetziel, nicht die bewilligte Sollorganisation für 330 synthetische Fonds. Interne NAV-Produktion, Derivate-/Collateral-Kontrolle, Vier-Augen-Prinzip, Vertretungen und unabhängige Risikokontrolle können mehr Personal oder zusätzliche Drittleistungen erfordern. Dein eigener Programmieraufwand ist mit 0 € bewertet.
330 in einer Anmeldung ist eine ungeklärte Zulassungsannahme, keine Zusage der CBI.
Auf geschätztes Gesamt-Notional, zusätzlich zu festen Bankgebühren.
0 € heisst nicht lizenzfrei, sondern noch ungepreist.

Luxemburg SIAG · CSSF

Jährlicher Vollbetrieb–
Einmaliges Setup inkl. Börse–
Separat gebundene Eigenmittel300.000 €
Seed (investiert, kein Aufwand)–
Brutto-Finanzierung Setup + 1 Jahr + Kapital + Seed–

Irland SMIC / ICAV · CBI

Jährlicher Vollbetrieb–
Einmaliges Setup inkl. Börse–
Separat gebundene Eigenmittel300.000 €
Seed (investiert, kein Aufwand)–
Brutto-Finanzierung Setup + 1 Jahr + Kapital + Seed–

Finanzierungsbedarf vor TER-Erträgen, späteren Vertriebseinnahmen, Veränderungen des Seed-NAV, Mehrwertsteuer und zusätzlicher Liquiditätsreserve. Regulatorische Eigenmittel und investiertes Seed sind kein Aufwand, jedoch unterschiedlich gebundenes Kapital.

1. Lokaler Personalplan – 7 Stellen je Land

Vollkosten (Bruttolohn, Arbeitgeberbeiträge, benefits). Die Rollenzuordnung ist eine Arbeitshypothese mit notwendiger Trennung von Investment und unabhängiger Risikokontrolle, keine Bewilligungsentscheidung. Auch unabhängige Directors sind separat veranschlagt.

Person / RolleLuxemburg (€/Jahr)Irland (€/Jahr)
7 lokale Köpfe / Gesamtkosten
Optional weitere lokale Köpfe (Eingabe oben)

2. Jährliche Betriebskosten – vollständige Einzelpositionen

Die Beträge entsprechen dem zuletzt besprochenen Luxemburger Minimalbudget; für Irland separat modelliert. OFFIZIELL markiert ausschliesslich veröffentlichte Aufsichts-/Börsengebühren. ANGENOMMEN ist kein Anbieterpreis. Personal aus Tabelle 1 ist bereits enthalten.

Position / BerechnungslogikLuxemburg / JahrIrland / JahrStatus
Jährlicher Gesamtaufwand

3. Einmalige Gründung, Zulassung und Listings

Xetra: 3.000 € Zulassung und 500 € Einführung je ISIN nach Standardtarif. LU: CSSF SIAG-Prüfgebühr 17.500 €. IE: bei >10 Subfonds in einer einzigen Anfangsanmeldung maximal 23.000 € CBI Additional Supervisory Levy; anschliessend genehmigte Subfonds 2.000 € pro Stück. Ob 330 auf einmal akzeptiert werden, ist offen.

Position / BerechnungslogikLuxemburg / einmaligIrland / einmaligStatus
Einmalige Gesamtinvestition (ohne Seed / Eigenmittel)

4. Finanzierungsbedarf getrennt

KategorieLuxemburgIrland

Die benötigte Sponsorliquidität kann durch Seed- und Eigenmittelbereitstellung höher sein als die eigentlichen Gründungs- und Betriebskosten.

5. Grössere Risiken, die im Minimalbudget fehlen

  • Swap-Spread und Funding: 0 bps als Platzhalter – effektive Gebühren auf Notional kommen hinzu. Bei kleinem AuM kann die fixe Bankgebühr wichtiger sein.
  • MSCI-Indexlizenz: Nutzung des MSCI World ist nicht automatisch kostenfrei, auch nicht via Swap.
  • Independent model validation, Pricing: konservatives Minimum eingerechnet, komplexere Besicherung kann mehr kosten.
  • Retail-Distribution: Vermarktung, Broker-/Sparplan-Onboarding und länderspezifische Services nicht enthalten.
  • Externe Fondsadministration: 0 € angesetzt, weil ihr NAV und Fondsbücher selber entwickeln wollt. Ob die Aufsicht dies genehmigt, muss geklärt werden.
  • Personal und Vertretung: 7 Köpfe sind ein Stress-Test. Zusätzliche FTE oben direkt kalkulierbar.
Wichtige Aktualisierung aus offiziellen CBI-Unterlagen (2026): Die frühere irische jährliche Levy-Deckelung für 50 Subfonds besteht nicht mehr. Statt vormals 37.684 € (Tarif 2025) gilt im Leitfaden 2026 nun 8.952 € + 593 € × Anzahl Subfonds bei einem Umbrella mit mehreren Subfonds. Für 330 sind das 204.642 € pro Jahr – zusätzlich zum normalen operativen Budget. Luxembourg bleibt im veröffentlichten Tarif bei 40.500 € jährlich für einen UCITS-Umbrella mit über 50 Subfonds. Primärquellen [32], [33]

Regulatorische und börsenseitige Primärquellen der Budgetpositionen

CBI Levy Guide 2026, Seite 16 (neue unlimitierte Jahresabgabe) · CBI Additional Supervisory Levy (23.000 € / 2.000 €) · CSSF Gebühren (17.500 € / 40.500 €) · Xetra ETF Admission / Listing FAQ.

Preisbasis: 12. Oktober 2026; nicht amtliche Honorare und Gehälter sind Verhandlungs-/Planungsannahmen ohne eingeholte Offerten.

Project Execution

Was ihr konkret aufbauen und abnehmen müsst

Eine Arbeitsliste für den Weg von der Strukturentscheidung zum Betrieb. Die Fortschrittsmarkierung wird lokal im Browser gespeichert.

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Phase 1 · Regulatory Feasibility 0–3 Monate*

Phase 2 · Licensing & Organisation 3–9 Monate*

Phase 3 · Systemaufbau & Parallelbetrieb 6–15 Monate*

Phase 4 · Bis zu 330 ETF Launch Readiness 12–24+ Monate*

* Projektplanungsfenster ab Vorbereitungsbeginn, keine regulatorischen Fristen oder behördlichen Zusagen. Eine vollständige Self-Managed-UCITS-Anmeldung unterliegt gemäss Art. 29 der UCITS-Richtlinie einer maximalen Entscheidungsfrist von sechs Monaten nach Einreichung einer vollständigen Antragstellung; Vollständigkeit und Vorabstimmung brauchen zusätzlich Zeit. [1]

Go/No-Go-Gate: Vor grossen Entwicklungsausgaben schriftlich mit Kanzlei und idealerweise in einem Pre-Application-Kontakt klären: (i) SIAG/SMIC-Zulassung, (ii) akzeptierter Headcount und Kontrolltrennung, (iii) eigene NAV/Transfer-Agency, (iv) 330 kleinvolumige Swap-Subfonds, (v) Depositary-/AP- und Market-Maker-Bereitschaft.
Evidenz und Due-Diligence

Primärquellen & nicht geklärte Punkte

Gesetzliche Vorschriften und Aufsichtsverlautbarungen sind von den im Dashboard ausdrücklich gekennzeichneten Kosten- und Personalannahmen getrennt. Stand 12.10.2026; vor einer Zulassung aktuelle Fassungen prüfen.

Verwendete Primärquellen

Was noch mit der Aufsicht und Dienstleistern bestätigt werden muss

Offene FrageWarum kritisch?Adressat
SIAG oder Chapter-15-ManCo mit internem Administrator?Personal-, Kontroll- und Genehmigungsumfang der weniger üblichen StrukturCSSF / LU-Kanzlei
Wie viele Personen müssen am Standort tatsächlich arbeiten?Drei FTE sind keine belastbare Obergrenze bei 66 Subfonds und NAV-InhouseCSSF / CBI
Eigene Fondsbuchhaltung inklusive Transfer AgencyZusätzliche Zulassung, Prüf- und IT-AnforderungenCSSF / CBI
Seed und laufende Minimum-NAV-AnforderungenGesetzliche UCITS-/Umbrella-Schwellen und kommerzielle AP-/Depositary-Mindestwerte sind getrenntLokale Kanzlei / Depositary / AP
Sind die 66 Jahrgänge bei 100%+ durch Ausschüttungs-/Umstellungsregeln wirtschaftlich unterscheidbar?Ohne solche Regeln wären innerhalb einer Hebelstufe alle 66 Markt-Renditepfade identischProduktdesign / Kanzlei
Wer ist wirtschaftlicher Fondsinitiator / Sponsor?Gesellschafter-, IP-, Interessenkonflikt- und Fee-VerträgeFondskanzlei / Steuerberater
330 Börsen-ISINs – Listing- und Sponsor-RabattWesentlicher Preishebel; Xetra-Standardtarif ist keine PauschalofferteDeutsche Börse / MM
Amerikanische Quellensteuer und fondsabhängige SteuerfragenKann bei Aktien-Exposure wichtiger sein als jährliche AufsichtsgebührenInternationaler Fondssteuerberater
Marketing / PRIIPs-KIDs / Broker-Zugang / CH-ZulassungUCITS-Pass ≠ automatische Retail-Distribution oder SparplanaufnahmeVertriebspartner / Kanzlei
Rechtliche Einordnung: Dieses Dokument ist eine strategische Vorprüfung, keine Rechtsauskunft oder verbindliche regulatorische Stellungnahme. „Muss“ bezieht sich nur dort auf eine amtliche Vorgabe, wo die Quelle dies trägt; alle Headcount- und Kostenbereiche darüber hinaus sind Schätzungen.